Ingeborg Bachmann – Someone Who Was Once Me

BERLIN, June 2026
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Directed by German filmmaker Regina Schilling, Ingeborg Bachmann – Someone Who Was Once Me is a documentary released to mark the 100th birthday of the Austrian poet and author, one of the most important writers of the 20th century.

Film Still: Sandra Hüller as Bachmann © Elliott Kreyenberg
Portrait of Ingeborg Bachmann in Poland 1973 © Johann Marte

In this unconventional documentary, Sandra Hüller does not inhabit Bachmann in a classical sense, but rather offers a playful interpretation of the writer’s final days in Rome. Hüller’s performance is a study, an approximation, attempting to capture the deeply saddened author through small gestures and habits like lighting one cigarette after another, brewing coffee, or writing. At times, she also embodies Bachmann’s physical pain, which the author suffered for various reasons throughout most of her life. The setting is an apartment in Rome, decorated to resemble Bachmann’s final residence in the historic Palazzo Sacchetti.

Film Stills: Sandra Hüller as Bachmann © Elliott Kreyenberg

Recreating Ingeborg Bachmann in a traditional historical drama is a risk that neither the director nor the actress chooses to take. Instead, we are given a carefully assembled collage of archival materials, photographs, and video footage from Bachmann’s readings and interviews. There are no dialogues and no narrative voice-over; everything is drawn directly from her books, letters, and interview statements.

Schilling’s collage succeeds in celebrating Bachmann on her centenary, making it painfully clear how much she suffered both physically and mentally in an epoch she was a hundred years ahead of. Yet, the juxtaposition of Bachmann’s profound observations on the human condition does not quite marry with the everyday mundane within Hüller's performance study.

Bachmann’s fragile, shy nature ultimately fails to emerge through Hüller’s strong presence. Instead, the result too often feels like a mere illustration of Bachmann, reduced to a blonde wig, cigarettes, and a typewriter.

 Portrait of Bachmann in November 1969 © Renate von Mangoldt

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war
Rezension von Burcu Beaufort

Mit Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war hat die deutsche Regisseurin Regina Schilling anlässlich des 100. Geburtstags der österreichischen Lyrikerin und Schriftstellerin einen Dokumentarfilm geschaffen. Bachmann gilt als eine der bedeutendsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts.

In dieser ungewöhnlichen Dokumentation verkörpert Sandra Hüller Bachmann nicht im klassischen Sinn, sondern nähert sich den letzten Tagen der Schriftstellerin in Rom auf spielerische Weise. Ihre Darstellung versteht sich als Studie, als Annäherung an die zutiefst traurige Autorin, eingefangen durch kleine Gesten und Gewohnheiten: eine Zigarette nach der anderen anzünden, Kaffee kochen oder schreiben. Mitunter vermittelt Hüller auch Bachmanns körperliche Schmerzen, unter denen die Autorin aus unterschiedlichen Gründen fast ihr gesamtes Leben litt. Schauplatz ist eine Wohnung in Rom, die Bachmanns letzter Wohnstätte im historischen Palazzo Sacchetti nachempfunden wurde.

Eine klassische historische Rekonstruktion von Ingeborg Bachmann wagen weder die Regisseurin noch die Schauspielerin. Stattdessen entsteht eine sorgfältig zusammengestellte Collage aus Archivmaterial, Fotografien sowie Filmaufnahmen von Lesungen und Interviews. Es gibt keine Dialoge und keinen erzählenden Off-Kommentar; alles basiert unmittelbar auf Bachmanns Büchern, Briefen und Interviewpassagen.

Schillings Collage gelingt es, Bachmann zu ihrem hundertsten Geburtstag zu würdigen und zugleich schmerzhaft vor Augen zu führen, wie sehr sie körperlich und seelisch litt – in einer Zeit, der sie um ein Jahrhundert voraus war. Die Gegenüberstellung von Bachmanns tiefgründigen Reflexionen über das menschliche Dasein und den alltäglichen Handlungen in Hüllers Performance-Studie fügt sich jedoch nicht immer zu einem stimmigen Ganzen.

Bachmanns verletzliche, zurückhaltende Persönlichkeit tritt hinter Hüllers starker Präsenz letztlich zu sehr in den Hintergrund. So entsteht allzu oft der Eindruck einer bloßen Illustration der Autorin, reduziert auf eine blonde Perücke, Zigaretten und eine Schreibmaschine.

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